Docker – Remotemanagement per WebGUI

Docker – Remotemanagement per WebGUI
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Die Verwaltung von Docker auf der Kommandozeile ist zwar relativ simpel, allerdings ist manchmal eine grafische Oberfläche einfacher.

Es gibt mittlerweile einige WebGUIs, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen.
Wer nur wenige und getrennt voneinander arbeitende Dockersysteme betreibt, ist auf die Orchestrierung nicht unbedingt angewiesen und möchte wahrscheinlich jeden Host für sich konfigurieren. Hierfür eignet sich zum Beispiel „Portainer“ sehr gut.

Portainer ist ein einfaches, webbasiertes Managementsystem für Docker, welches die lokale Installation, aber auch Remotesysteme verwalten kann.

Um Portainer zu verwenden, wird lediglich folgender Befehl auf dem Hostsystem abgesetzt:

docker run -d -p 9000:9000 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v /pfad/auf/Host:/data portainer/portainer

Bei Systemen mit SELinux muss ggf. der Zusatz „–privileged“ hinzugefügt werden.

Mit diesem Container wird nun die lokale Dockerinstallation verwaltet.

Weitere und genauere Informationen zu Portainer findest du in der Dokumentation des Entwicklers.

 

Möchte man nun aber zusätzlich ein entferntes System verwalten, müssen auf dem Zielsystem noch einige Einstellungen vorgenommen werden:

1. nano /lib/systemd/system/docker.service
2. Der Zeile "ExecStart=/usr/bin/dockerd -H fd://" den Zusatz "-H tcp://0.0.0.0:5555" (Port nach eigenen Vorstellungen) anfügen
3. systemctl daemon-reload && systemctl restart docker.service ausführen

 

Anschließend loggen wir uns in Portainer ein und klicken auf den Menüpunkt „Endpoints“.

Nun geben wir unter „Name“ einen für uns sinnvollen Namen ein.
Unter „Endpoint URL“ geben wir die Adresse inkl. Port des Dockerhosts an und unter „Public IP“ die reine Adresse des Hosts ohne Zusätze.

Würde dann ähnlich wie hier aussehen:

Optional kann die Verbindung zwischen Portainer und dem entfernten Dockerhost per TLS gesichert werden, was weitere Konfigurationsschritte erfordert (siehe Dokumentation).

Mit dem Klick auf „Add endpoint“ schließen wir die Konfiguration ab.

Nun ist es Zeit, unsere Konfiguration zu testen. Wir klicken unter dem Menüpunkt „Active Endpoint“ auf das DropDown-Menü und wählen unseren hinzugefügten Host aus.
Können wir jetzt alle Container und Images abrufen, war die Konfiguration erfolgreich.



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