Was ist Scareware und wie kann ich mich dagegen schützen?

Cyberkriminelle werden immer einfallsreicher darin, Wege zu finden wie sie sich in die Rechner von arglosen Internetnutzern einschleichen und entweder den PC nachhaltig schädigen oder sogar die Geldbörsen und Bankkonten ihrer Opfer leerräumen können. Eine relativ neuartige und ausgefuchste Taktik nennt sich Scareware, die – dem Namen entsprechend – auf Panikmache setzt, um User in die Falle zu locken. Scareware macht ihren Opfern weiß, dass ihr Rechner nicht sicher ist und fordert sie auf, sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten, um den Rechner vor der totalen Zerstörung zu bewahren. Dummerweise machen die angebotenen Gegenmaßnahmen alles nur noch schlimmer und stoßen den Cyberkriminellen Tür und Tor zu den Rechnern auf. Wie funktioniert das und wie schützt man sich dagegen?

Wie tritt Scareware in Erscheinung?

Die übliche Taktik von Scareware sieht in der Regel folgendermaßen aus: Ein manchmal sogar recht überzeugend und seriös aussehendes Pop-Up-Fenster oder Ähnliches informiert den User darüber, dass der Rechner von einem oder gleich hunderten Viren befallen ist und dringend geschützt und gereinigt werden muss, um noch gerettet zu werden. Die Scareware tarnt sich dementsprechend als Antiviren-Programm, das dem User zur Lösung des Problems angeboten wird, und hofft darauf, dass der User sie sofort herunterlädt oder gar eine Zahlung vornimmt, um das gefälschte Programm zu erhalten. In anderen Varianten schlagen die Pop-Up-Fenster irgendein empfohlenes Update vor, um den Rechner zu schützen, oder versprechen irgendeine Systemoptimierung, die sie angeblich herbeiführen können.

Was stellt Scareware auf dem Rechner an?

Nachdem die Software auf den Rechner heruntergeladen wurde, können verschiedene Szenarien eintreten: Das Programm könnte einen falschen Sicherheits-Scan starten und den User anschließend über die angeblichen Viren informieren, die er auf dem Rechner hat, und verlangt im Anschluss, dass zur Entfernung der herbei fantasierten Schädlinge und für zukünftigen Schutz gezahlt wird – der User wird somit nicht nur abgezockt, er wird natürlich auch nicht geschützt, sondern ist nach wie vor angreifbar durch Viren, Würmer, Spyware, Trojaner und andere Gefahren aus dem Internet. Im schlimmsten Fall aber verwenden Cyberkriminelle die angegebenen Zahlungsmethoden, um das Bankkonto des Opfers auszuräumen oder sich unbemerkt an der Kreditkarte des Users zu bereichern. Zudem könnten die Daten nach Belieben an Dritte weitergegeben werden. Eine besonders hartnäckige Variante von Scareware kann zudem den Rechner lahmlegen: Nachdem die gefährliche Software heruntergeladen wurde, erscheint statt des üblichen Desktop-Hintergrunds irgendein Warnbildschirm inklusive Zahlungsaufforderung und zahlreiche Funktionen des Rechners sind außer Kraft gesetzt – Die Scareware nimmt den Computer im Prinzip als Geisel und fordert Lösegeld.

Wie kann ich Scareware vermeiden?

Wie schützt man sich vor einem solchen Angriff? Im besten Fall surft man einfach weiter, wenn ein Panik verbreitendes Pop-Up-Fenster irgendwo erscheint und gibt vor allem keine persönlichen Daten in ein solches ein. So überzeugend und furchteinflößend die Warnungen auch manchmal sein können, wenn die Nachricht sofortige Verdammnis garantiert, falls das angepriesene Programm nicht heruntergeladen wird, dann handelt es sich um das Werk von Cyberkriminellen mit betrügerischen Absichten. Die Fenster richtigerweise aber einfach zu übergehen, sollte einen nicht davor abhalten, sich eines der hochwertigen Antiviren-Programme von etablierten Größen wie Bitdefender, Kaspersky oder Avira zu besorgen. Mit diesen Softwarelösungen ist man nicht nur zu einem günstigen Preis gegen Scareware und andere Gefahren aus dem World Wide Web geschützt, sondern kann auch auf andere nützliche Funktionen wie Systemoptimierungstools, Kindersicherungen, Safe Browsing-Optionen gegen Phishing-Seiten oder Passwortschutz zurückgreifen. Eine Übersicht auf die besten Antiviren-Programme auf dem Markt gibt es auf Netzsieger.de.


In Kooperation mit netzsieger.de.



2 Kommentare zu “Was ist Scareware und wie kann ich mich dagegen schützen?

  1. Hallo Sebastian,
    das ist ein sehr informativer Artikel! Ich wollte auf deine Aussage, dass man sich Anti-Viren Software zulegen soll noch was sagen. Also vorab, wer mit Windows ohne Anti VIrus Software unterwegs ist, ist selber schuld =).

    Ich frage mich aber, entfernen die Programme denn diese Pop-Ups? oder besser gesagt, diese Banner die sich über den Browser legen?. Soviel ich weiß, machen die das nicht, diese helfen nur wenn man sich schon infiziert hat. Um diese Meldungen zu entfernen benötigt man noch ein Tool wie Ad-Aware, dieses kümmert sich dann um den „Müll“ =)

    Liebe grüße Lulu

    1. Hallo Lulu,
      da hast du vollkommen recht. Die Programme entfernen i. d. R. nicht die Werbelayer oder Pop-Ups.
      Hierfür gibt es aber für die meisten Browser Plugins, die diesen Job bestens erledigen.

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