Hardware-Anforderungen für einen aktuellen Gaming PC

Der Erwerb eines vorkonfigurierten Gaming PCs stellt stets ein Risiko dar, da versucht wird, das Kaufinteresse mit möglichst hohen Leistungskennzahlen und niedrigen Preisen zu wecken. Oft spiegeln diese Kennzahlen aber nicht die tatsächliche Performance wieder, die sich der Konsument erwartet. Mit dem Fokus, eine zukunftsorientierte Lösung mit beeindruckender Performance, einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einem akzeptablen Stromverbrauch zu erwerben, ist es durchaus ratsam, die einzelnen Teile selbst zusammenzufügen bzw. einen PC Konfigurator zu bemühen.
Prozessor (CPU): Intel vs. AMD
AMD Prozessoren glänzen – verglichen mit ihren Pendants von Intel – oft mit herausragenden Leistungskennzahlen zu günstigen Preisen. Dennoch liegen sie auf Benchmark Listen oft hinter Intel Prozessoren mit geringerer Taktung und weniger Kernen. Das liegt vor allem daran, dass Intel Prozessoren bereits sehr lange mit Hyperthreading arbeiten. Dieses ermöglicht eine effiziente Arbeitsteilung innerhalb der einzelnen physischen Kerne. Ein weiterer großer Vorteil von Intel Prozessoren ist die kleinere Größe der Fertigung. Dadurch bewahren Intel Prozessoren einen kühleren Kopf und haben einen deutlich geringeren Stromverbrauch bei gleicher Leistung. Wer auf seinem Gaming PC auch noch anderen Tätigkeiten nachgehen möchte, der sollte derzeit auf eine Core-i-CPU von Intel zurückgreifen. Es lohnt sich dennoch die AMD Prozessoren im Blick zu haben, da sie meist ein sehr gutes Preis/Leistung Verhältnis bieten. Als Kosten-/Leistungstipp ist hier der bereits oben genannte FX-8320 zu nennen, der auch für brandaktuelle Spiele wie Call of Duty: Black Ops 3 mehr als ausreichend ist. Der i5-6600k ist preislich mit etwa 250 Euro höher angesiedelt, leistet aber etwas mehr. Grundsätzlich gilt: Eine Mindestanforderung von 4 Kernen und einer Taktung von 2,8 GHZ sollte in jedem Fall erfüllt sein.

Grafikkarte (GPU)
Hier darf bei einem High-End Gaming PC nicht gespart werden. Man sollte darauf achten, zumindest über 2GB an GDDR5 Speicher zu verfügen. Leistungstipps sind hier die Radeon R9 280 seitens AMD und die GeForce GTX 970 Seitens Nvidia. Diese sind beide in einem ähnlichen Preissegment, wobei hier die GeForce ob ihrer geringfügig höheren Leistung leicht zu favorisieren ist. Man sollte sich jedoch vorher darüber im Klaren sein, dass beide Modelle einen eklatant hohen Stromverbrauch haben. Eine vernünftige Gamergrafikkarte ist bereits ab ca. 200 Euro zu haben. Dabei ist anzumerken, dass es in diesem Bereich kaum Unterschiede zwischen den Herstellern gibt, solange es sich um denselben Chip handelt.

Restliche Komponenten
Der Arbeitsspeicher sollte zumindest DDR4 RAM mit 8GB sein. Ein Kühlkörper ist ratsam, Hersteller unterscheiden sich vor allem in der Garantie, aber selten in der Qualität. Das Netzteil sollte 650 Watt leisten können und kein No-Name-Gerät sein. Bei der Festplatte kann man sparen. Zum Spielen ist eine SSD nicht unbedingt notwendig, da die meisten Daten in den RAM geladen werden, 7200 RPM sollten es dennoch sein. Die Gehäusewahl obliegt dem Geschmack des Nutzers, solange alle verfügbaren Slots vorhanden sind und der Formfaktor für das Mainboard passt.

Beachtet man all diese Richtlinien, steht dem ungetrübten Spielspaß nichts mehr im Wege.

 

Autorenprofil:
Alexander Tobias hat eine Ausbildung als Elektrotechniker und Programmierer absolviert. Er arbeitet als Fachmann für Computertechnik bei aletoware.de und spielt privat selbst gern am heimischen Gaming PC.



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